Das Lei(ie)d von dem Zaun
frei nach Friedrich Schiller
Festgeschweißt an Eisengleisen
Steht ein Zaun, aus Draht und Rohr.
Heute muss der Zaun noch weichen.
Frisch Gesellen, kommt hervor.
Von der Stirne heiß,
Rinnen muß der Schweiß.
Soll’n die ruhig bei N-Ports toben.
Gast und Fischer werden’s loben!
Zum Zaun, der so unsinnig
ist erstanden
Geziemt sich wohl ein ernstes Wort:
Nicht dumme Worte, die sie erfanden -
Sondern unsers: Der Zaun muß fort!
So laßt uns jetzt mit Fleiß verfrachten
Was durch dumme Tat entstand.
Den schlechten Mann muß man verachten
Der nie bedacht, was seinem Geist entsprang.
Das ist es ja, was den Menschen zieret
Und dazu ward ihm der Verstand.
Daßer im innern Herze spüret,
was er erschafft mit seiner Hand.
Doch was hier erdacht am Alten Hafen
Ist Schand‘ und Trauer für Mensch und die Kultur.
Der Verstand entflogen, oder
tut er schlafen?
Vom Geist der guten Taten keine Spur!
Es wird Zeit, den guten Geist zu Wecken.
Hinweg mit dieser Hafenschande!
Kommt heraus aus allen Ecken,
Und tut laut kund‘ im ganzen Lande:
Es wird Zeit! Der Zaun muß WECH !
Kommentare (10)
Der Zaun am Alten Fischereihafen ist zwar immer noch nicht weg, aber er lichtet sich zusehends. Die Lücken werden immer größer! Am Sonntag hing ein Teil sogar in den Masten eines Krabbenkutters, siehe den
Diese Postkarte soll ab nächsten Dienstag am AFH kostenlos verteilt werden. 